Gustav Klimt: Gold, Frauen und die Freiheit der Kunst
Shownotes
- Juli 1862 wird Gustav Klimt in Baumgarten bei Wien geboren. Als Sohn eines Goldgraveurs wächst er in einfachen Verhältnissen auf und beginnt bereits als Jugendlicher seine Ausbildung an der Wiener Kunstgewerbeschule.
Gemeinsam mit seinem Bruder Ernst und Franz Matsch arbeitet Klimt zunächst an großen dekorativen Aufträgen für Theater und Gebäude der Wiener Ringstraße.
1897 gehört er zu den Gründern der Wiener Secession und wird deren erster Präsident. Die Gruppe fordert mehr künstlerische Freiheit und stellt sich gegen den konservativen Wiener Kunstbetrieb.
Mit seinen Fakultätsbildern für die Universität Wien löst Klimt einen heftigen Skandal aus. Die Darstellungen von Philosophie, Medizin und Jurisprudenz stoßen auf massive Kritik. Klimt zieht sich daraufhin zunehmend von staatlichen Aufträgen zurück.
In seiner Goldenen Phase entstehen einige seiner berühmtesten Werke. Dazu gehören das Porträt Adele Bloch-Bauer I und Der Kuss von 1907/08.
Eine wichtige Rolle in seinem Leben spielt die Modeschöpferin Emilie Flöge, mit der Klimt über Jahrzehnte eng verbunden ist.
Am 6. Februar 1918 stirbt Gustav Klimt im Alter von 55 Jahren in Wien.
Seine Werke gehören heute zu den bekanntesten der österreichischen Kunstgeschichte. Viele seiner Bilder wurden während der NS-Zeit geraubt oder enteignet und standen Jahrzehnte später im Mittelpunkt bedeutender Restitutionsverfahren.
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