Marie-Antoinette: Von Versailles zur Guillotine
Shownotes
Marie-Antoinette wurde am 2. November 1755 in Wien als Maria Antonia von Österreich-Lothringen geboren. Sie war das fünfzehnte Kind von Maria Theresia und Kaiser Franz Stephan von Lothringen.
Mit nur 14 Jahren wurde sie nach Frankreich geschickt und heiratete 1770 den französischen Thronfolger Louis-Auguste. Als dieser 1774 als Ludwig XVI. König wurde, war Marie-Antoinette gerade einmal 18 Jahre alt und Königin von Frankreich.
Versailles bot ihr unvorstellbaren Glanz, aber auch ein Leben unter ständiger Beobachtung. Ihre Mode, ihre Feste und ihr Rückzug ins Petit Trianon machten sie berühmt – und zunehmend unbeliebt. Der Beiname „Madame Déficit“, zahlreiche Gerüchte und die Halsbandaffäre von 1785 beschädigten ihren Ruf schwer, obwohl sie an dem Betrug selbst nicht beteiligt war.
Mit Beginn der Französischen Revolution 1789 zerbrach die Welt der französischen Monarchie. Die königliche Familie wurde von Versailles nach Paris gebracht. Der gescheiterte Fluchtversuch nach Varennes 1791 zerstörte weiteres Vertrauen in Ludwig XVI. und seine Familie.
Nach dem Sturz der Monarchie wurde Ludwig XVI. am 21. Januar 1793 hingerichtet. Marie-Antoinette folgte ihm wenige Monate später. Nach einem Prozess vor dem Revolutionstribunal starb sie am 16. Oktober 1793 auf der Guillotine. Sie war 37 Jahre alt.
Bis heute steht Marie-Antoinette zwischen Legende und Wirklichkeit: verschwenderische Königin für die einen, tragische Gefangene einer untergehenden Monarchie für die anderen.
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